Klettern in Asien: Meine liebsten Spots

Meine liebsten Kletterspots in (Südost-) Asien

**Gastbeitrag von Sandra von Reiseerfahrungen-blog

Wer gerne reist verbringt unweigerlich auch gerne Zeit in der Natur, die ich unter anderem auch liebend gerne am Felsen verbringe. Klettern ist für mich ein toller Ausgleich zum Langzeitreisen. Es entspannt und fordert mich gleichermaßen und ich kann meinem Rucksack-geschädigten Rücken mal wieder etwas Gutes tun.

So kam es also, dass wir unser Kletterequipment mit auf unsere Weltreise genommen haben und den einen oder anderen Kletterspot in Asien für uns entdeckt haben.

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Sandra beim Klettern in Chiang Mai

Klettern in China: Yangshuo.

Eines der etabliertesten Klettergebiete in Asien, das in einer einzigartigen Landschaft bestehend aus Karstfelsen in der Nähe von Guilin im Süden von China gelegen ist. Yangshuo erreichst du am besten über die etwa eine Stunde entfernte Stadt Guilin, die auch über einen Flughafen verfügt.

Die beste Reisezeit ist ab September bis Dezember, wobei die Temperaturen zum Jahresende schon deutlich kühler ausfallen können und sich bereits Regen einstellen kann. Doch auch in den Sommermonaten findet sich immer ein schattiger Platz. Zum Saisonbeginn im September findet zudem ein Kletterfestival statt, das jährlich Klettersportbegeistere anlockt.

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Die etwa 400 Routen in 20 Sektoren (Tendenz steigend) sind sowohl für Anfänger als auch Profis geeignet, wobei viele der Routen zwar abgegriffen aussehen, jedoch sehr guten Halt auf den mit Sintern übersäten Wänden bieten. Zudem sind die Wände perfekt abgesichert. Eine Anlaufstelle für wertvolle Klettertipps ist das Climbers Inn, nahe der West Road gelegen. Zu den Felsen selbst kommst du mit dem Roller oder dem Fahrrad auf flachen Straßen. Meine liebsten Kletterfelsen sind „Wine Bottle“ und „Baby Frog“. Mehr Eindrücke zum Klettern in Yangshuo findest du hier.

Klettern in Vietnam: Cat Ba.

Aus meinen Klettererfahrungen in Österreich bin ich eine andere Felsstruktur gewohnt, allerdings ist das Kalkgestein hier sehr griffig und nicht scharfkantig. Auf die Insel in der Halong Bucht gelegen reist du am besten mit dem Unternehmen Haong Long mit einer Kombination aus Bus und Schnellboot an. Die besten Wetterbedingungen zum Klettern herrschen von September-Dezember.

Cat Ba Butterfly Valley

Der kompetente Partner vor Ort ist Asia Outdoors, der nicht nur Kletterkurse anbietet, sondern bei dem du auch ein Tagesticket für das „Butterfly Valley“ um 50.00 Dong (umgerechnet ca. 2 €) erstehen musst. Dein Beitrag für den Erhalt der Routen. Zum Butterfly Valley selbst kommst du selbstständig am besten mit dem Roller, wobei du hierfür etwa 30 Minuten einplanen solltest. Die meisten der Routen hier bewegen sich um den Schwierigkeitsgrad 6b herum, was uns nach einer mehrmonatigen Kletterpause einiges an Kraft gekostet hat.

Klettern in Laos: Thakhek.

Eine sechsstündige Busfahrt von der laotischen Hauptstadt Vientiane entfernt, liegt der verschlafene Ort inmitten von beeindruckenden Felswänden. Uli und Tanja führen hier das seit 2010 geöffnete Green Climbers Home, etwa 20 Minuten vom Ortszentrum entfernt, das Unterkunft und Verpflegung sowie Kurse anbietet. Aus Laos kommend reist du am besten mit dem Bus an.

Die schnellste Verbindung aus Europa ist ein Flug nach Bangkok sowie ein Inlandsflug nach Nakhom Panhon, von wo aus dich eine kurze Busfahrt nach Thakhek bringt.

Die Felswände mit ihren bisher 290 Routen sind einfach atemberaubend und jeder Fels ist bequem zu Fuß vom Camp aus erreichbar. Selbst wenn das Green Climbers Home ausgebucht ist, verteilen sich die Kletterer gut auf die riesige Fläche.

Thakhek laos klettern

Auch hier finden sich unglaubliche Sinterstrukturen auf scharfkantigem Fels, die Kletterer wirklich Freude bereiten. Besonders beeindruckend finde ich das überdimensionale Felsdach, das für mich aber noch viel zu schwer ist.

Für jeden ist etwas bei Schwierigkeiten von 4 bis 8a dabei. Die beste Reisezeit ist die mildere Jahreszeit von November bis Februar. Sollte es dennoch zu heiß werden, empfehle ich ein kurzes Bad in der am Gelände gelegenen Höhle.

Klettern im Norden von Thailand: Chiang Mai.

Im Norden Thailands gelegen ist dies eines der bekanntesten Klettergebiete in Asien. Dein Ansprechpartner vor Ort ist Chiang Mai Rock Climbing (CMRCA), der dich entweder zum Kletterfelsen bringt, Kletterkurse anbietet oder dir einfach eine Topo zur Verfügung stellt.

Der Kletterfelsen selbst liegt etwa 30 km außerhalb von Chiang Mai. Entweder übernachtest du in einem der meist auf Kletterer spezialisierten Homestays in der Nähe des Kletterfelsens oder du legst die Strecke mit einem Roller zurück.

„Crazy Horse Buttress“ ist ein beliebtes Klettergebiet, was du besonders im Sektor „Crazy Horse Area“ schnell merken wirst. Die Routen sind trotzdem zumeist griffig und in perfektem Zustand. Mein Lieblingssektor ist die „Heart Wall“, die den ganzen Tag im Schatten liegt. Und natürlich die „Windy Cave“ – eine 6a Route in einer dunklen Höhle! Was für ein Erlebnis.

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Chiang Mai Windy Cave

Klettern in Asien ist aus meiner Sicht eine sehr sichere Angelegenheit, da die Routen mit größtem Eifer in Schuss gehalten werden. Besonders die Reisezeit ist aus meiner Sicht ein entscheidendes Kriterium, da Klettern bei größter Hitze einfach keinen Spaß macht.

Zudem ist zu erwarten, dass es bald noch mehr Klettergebiete in Asien zu erkunden gibt. Auf meiner To-Do-Liste steht als nächstes Kletterziel definitiv eine Reise durch Südamerika, wo es auch so einiges zu erklettern gibt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich werde zumindest auf meinen nächsten Reisen immer mal wieder meine Klettersachen mitnehmen und ein paar entspannende Tage am Fels verbringen.

Über Sandra:

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Auf ihren Blog www.reiseerfahrungen-blog.de schreibt Sandra über ihre Erfahrungen – die guten und auch über die weniger guten – auf ihrer Weltreise. Ihre Reiseziele erkundet sie abseits von Touristenpfaden und lernt gerne die Menschen und Kulturen des Landes kennen. Sie kocht (und isst) leidenschaftlich gerne, genießt die Ruhe am Strand oder ist aktiv beim Wandern, Klettern oder Tauchen. Und natürlich schreibt sie gerne.

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Kommentare

  1. Winfried wieland sagt: September 17, 2018 at 8:41 pm

    Hallo Sandra,
    cool info.
    Danke
    Viel Spaß beim Reisen

    Willes aus Mannheim

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