Wir sind gekommen um zu helfen – Nepal 2016

„Grenzenlose“ Freude im wahrsten Sinne des Wortes in Nepal. Manuel und ich sind gerade wieder in das Land unserer Freunde zurückgekehrt, das wir vor mehr als 27 Jahren das erste Mal besucht haben. Wir konnten dort Tham Bahadur die ersten von uns und im Auftrag unserer Organisation „hope for a better world“ gesammelten Spenden übergeben.

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Seit dem verheerenden Erdbeben 2015 hat Tham keine Arbeit mehr. Als unser Freund uns vor ein paar Monaten eine verzweifelte Mail sandte, wollten wir ihn und seine Familie nicht im Stich lassen.

Er habe seit dem verheerenden Erdbeben im Frühjahr 2015 kaum mehr Kunden und somit keine Arbeit mehr als Berg- und Trekkingführer. Nur sehr wenige Touristen verirren sich zur Zeit ins Himalayaland, zu viele schlimme Bilder des Erdbebens haben zu viele Menschen seither in den Medien gesehen, die Einbußen im Tourismus würden mittlerweile mehr als 50 Prozent betragen, erklärt Tham.

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Niemals in den vergangenen Jahren hatte er uns um irgendetwas gebeten. Der drahtige Mann aus dem Gebiet rund um den Dhaulagiri, war einst alleine nach Kathmandu gekommen, um sein Glück in der Hauptstadt Nepals zu versuchen.

„Ich habe mich vor den Menschen versteckt, vor allem vor den Weißen, so offenbarte uns Tham sehr viel später seine Empfindungen damals. Er war regelrecht eingeschüchtert vor diesen Menschen, die damals zu Heerscharen in die Stadt einfielen, um dann die höchsten Berge der Welt besteigen zu wollen. Ein ungeheurer Gedanke damals bei den Einheimischen, für die die Berge heilig waren.

Doch Tham war sehr sehr fleißig und zeigte Durchhaltevermögen. Schritt für Schritt arbeitete er sich empor und war irgendwann stolzer Besitzer einer eigenen Tour-Agentur. Er hatte einst das Glück gehabt, bei einer großen Berg- und Trekkingagentur unterzukommen und so auch den berühmtesten aller Bergsteiger kennen zu lernen: Reinhold Messner.

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Durch Messner schließlich Hans Kammerlander und in der Folge letztendlich auch Roland Losso und unsere Familie. Seither sind wir mit Tham bereundet. und haben alle Expeditionen in Nepal mit ihm organisiert.

Tham war sogar einmal in Italien und Südtirol zu Besuch und lernte somit auch die Gepflogenheiten und Sitten seiner späteren Gäste hautnah kennen.

Tham konnte sich im Laufe der Jahre seine eigene Klientel aufbauen und stand mit einigen Bergsteigern auf mehreren Siebentausendern. Auch bei diversen Achttausendern konnte sich Tham bis auf 8200 Metern hocharbeiten.

Seine Willenskraft und seine Stärke wurden allerorts geschätzt, seine Seriösität und Ehrlichkeit haben viele viele Tourengeher und Expeditionsteilnehmer in den letzten Jahrzehnten als unentbehrlich empfunden.

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Tham

Tham hatte inzwischen geheiratet und drei Kinder groß gezogen, zudem ein Haus in Kathmandu gebaut, wo er heute mit seiner großen Familie lebt. Tham war auch bei jener legendären Manaslu-Expedition vor genau 25 Jahren mit dabei, als Hans Kammerlander, Roland Losso und weitere zehn Bergsteiger zwei ihrer Bergkameradem im Himalaya zurücklassen mussten.

Friedl Mutschlechner und Carlo Großrubatscher waren bei jener Expedition tragisch ums Leben gekommen.

Zu hören, dass Tham nun nach so vielen Jahren keine Arbeit mehr hat und somit kaum mehr Einnahmen, schmerzte uns sehr. Es geht um die Schulbildung seiner jüngsten Familienmitglieder, die er nun nicht mehr finanzieren könne.

Thams Wunsch war es immer, seinen Kindern eine Zukunft zu bieten. In Nepal nicht selbstverständlich. Viele Nepalesen sind gezwungen in Dubai oder anderswo billige Arbeit anzunehmen, um daheim ihre Familien über Wasser halten zu können.

Als vor rund zwei Monaten auch noch seine geliebte Mutter alleine und zurückgezogen in den Bergen verstarb, ein weiterer Schicksalschlag für Tham, entschloss er sich uns um Hilfe zu bitten.

Nun sind wir da und haben Spenden von lieben Freunden, Verwandten und Bekannten mitgebracht. Hilfe, die über die Grenzen hinausgeht, Mauern und Zäune überwindet, auch jene in unseren Köpfe und über Zehntausende Kilometer hinweg.

Ein Jahr guter Schulausbildung für ein Kind kostet in Nepal ca 500 Euro. Das Credo von „hope“ war stets „Wissen bringt Zukunft“. Und wird es auch immer bleiben. Die ersten 1000 Euro konnten wir nun Thams Familie in Nepal übergeben. Wir sind überglücklich, dass es mit Hilfe zahlreicher empathischer Menschen und Spendern gelungen ist. Tausend Dank euch allen.

Neue Tour geplant

Um Tham, Nepal und deb Menschen längerfristig zu helfen, braucht es wieder Touristen, die in das Himalayaland reisen.

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Tham, Roland und das Team 2013

Auch wir wollen etwas dazu beitragen: Roland Losso organisiert im Herbst 2016 wieder eine Tour nach Nepal. Es liegt uns zudem sehr am Herzen zu betonen, dass Tham wieder auf eigene Füße stehen will.

Dazu braucht er Gäste, Menschen denen er helfen kann, sein wunderschönes Land zu zeigen. Roland will erneut eine Anapurna-Umrundung machen. Im Oktober-November 2016 soll es los gehen. Wer Interesse hat, sollte sich bald wie möglich hier bei uns melden.

info[at]intothe-world.com

Spendenaktion geht weiter

Die Spendenaktion indes geht weiter. Wir sammeln für ein weiteres Jahr Schuldbildung für Thams Kinder und Familienmitglieder.

Ein Jahr ist nun gesichert. Doch wir brauchen noch Geld für ein weiteres Jahr. Jede noch so kleine Spende hilft. Vielen Dank.

Spendenkonto Volksbank Naturns Italy:

Stichwort: Tham Nepal.
hope – Volksbank Naturns

IBAN: IT06 K058 5658 6300  4357 1170 327
BIC:BPAAIT2B043

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Hallo, ich bin Christine Losso, Journalistin. Buchautorin und Bloggerin... Es kann einem nichts Besseres passieren als das Glück zu haben, um die Welt zu ziehen, um neue Kulturen, neue Perspektiven und neue Menschen kennen zu lernen: Für sich selber und für die Allgemeinheit. Ich möchte euch mit unseren mehr oder weniger verrückten Geschichten rund um den Globus etwas unterhalten und erheitern...

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