Salak Phet Mountain – Trekking auf den höchsten Berg Koh Chang´s

Koh Chang ist die dritt größte Insel Thailand´s und liegt im Golf von Thailand nahe der kambodschanischen Grenze. Paradiesische Traumstrände, Dschungel wohin das Auge reicht, Wasserfälle und hohe Berge, das alles und noch viel mehr findet man auf der Elefanteninsel, wie sie von den Einheimischen vorort genannt wird.

Inmitten befindet der Salak Pheth Mountain mit einer Höhe von 743 Metern, dieser “Berg” ist somit der höchste von Koh Chang.

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Wir haben uns im Februar zur Aufgabe gemacht, den höchten Berg von Koh Chang gemeinsam mit wenigen anderen Bergliebhabern zu erklimmen.

Den Salak Phet Mountain kann man nicht jeden Tag und vor allem auf gar keinen Fall ohne Trekking-Führer besteigen. Es gibt keinen offiziell markierten Weg, um an die Spitze zu gelangen.

Trekking auf Koh Chang

Wir haben daher die Wanderung mit unserem Thai Freund  aus Koh Chang gemacht, er bietet wöchentlich (meistens Freitags in der Hauptsaison) Trekkingtouren zum Salak Phet Mountain an.

Raht ist ein richtiger Bergkenner, er weiß nicht nur alle wichtigen Wege und besitzt gutes Orientierungsvermögen, sondern kennt auch die täglichen Gefahren des Dschungels.

Raht trekking guide koh chang

Raht

Bevor man den Mount Salak Phet von Koh Chang ins Auge fasst, sollte man sich auf jeden Fall bewusst sein, dass dies nicht eine 2 – 3 Stunden Wanderung ist, sondern eine 1-Tages Trekking-Tour mit ca 7 – 8 Stunden reiner Gehzeit.

Man sollte also auf jeden Fall körperlich fit sein, denn das tropische Klima und die sehr hohe Luftfeuchtigkeit im Dschungel bringen einem schon richtig ins Schwitzen.

Außerdem ist es wichtig ein richtiges Schuhwerk zu tragen. Aus eigener Erfahrung kann ich nur empfehlen richtig feste Wander bzw. Trekkingschuhe anzuziehen, da die Wege oft nur sehr schlechten Untergrund haben und man leicht den Halt verliert.

Verpflegung, also Wasser und ein kleiner Mittagssnack (welcher von Locals zubereitet wird) bekommt man von Raht, den Berg hinauftragen muss man sich das Lunchpacket aber selbst, also mein Tipp: weniger ist mehr! – am besten beim Essen oder persönlichen Gegenständen sparen und mehr Wasser mitnehmen, glaub mir man ist über jeden Schluck Wasser währen der Wanderung dankbar! 🙂

Der Aufstieg

Wir starteten unsere Tour schon bald in der Früh, da um diese Zeit die Temperaturen noch sehr angenehm zum Wandern sind zum. Die Trekkingtour zum Salak Peth Mountain startet man ca. bei einer Meereshöhe von 50 Metern in einer Palmenplantage in der Nähe vom Dorf Salak Phet auf der Ostküste der Insel.

Anfangs geht man einen gemütlichen Weg im Dschungel entlang, die Steigung des Weges bleibt kontinuierlich und angenehm.

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Gleich am Anfang kommt man in den großen Genuss des Dschungels. Man hört  Vögeln zwitschern, dort ein Rascheln hier ein Rascheln, sieht Spinnen, Ameisen und vieles mehr, alles was so in der unberührten Natur am Tagesplan steht.

Nach ca. einer halben Stunde Wanderung kommt man bei einem wunderschönen, alten Mammutbaum vorbei, wo auch die erste Pause eingelegt wird und die Möglichkeit besteht Fotos zu machen.

Wer so einen Baum noch nie gesehen hat wird sprachlos begeistert sein!

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Die Steigung des Dschungelpfades wird immer mehr bis man nach einiger Zeit vor einer ziemlich steilen Wand, welche aber mit Bäumen bewachst ist steht, von dort aus geht es dann hinauf auf den Bergkamm des Salak Peth Mountain.

Nach einer kleinen Klettereinheit geht es dann wieder gemütlich den Bergkamm entlang.

Durch den Schatten und die frühe Tageszeit ist die Temperatur absolute zum aushalten, jedoch drückt die Luftfeuchtigkeit einem schon sehr nieder, daher sollte man genug trinken.

Jedoch ist es wichtig nicht viel auf einmal zu trinken, sondern immer nur in kleinen Portionen, da man sonst leicht Seitenstiche bekommt.

Das letzte Drittel bis zur Bergspitze

Bei der Hälfte der Wanderung wird der Pfad durch den Dschungel (wo es auch einmal vorkommen kann, dass man unter oder über einem umgefallenen Baum klettern muss) eher steil und anstrengend, es ist wichtig sein eigenes Tempo zu gehn.

Die Gruppe mit der man unterwegs ist wartet immer wieder zusammen und nimmt natürlich Rücksicht auf die Schwächeren, jedoch sollte man sich seine Kraft gut einteilen, man muss ja schließlich vom Berg runter auch wieder.

Nach einem anstrengenden Teil der Wanderung öffnet sich nach kurzer Zeit eine atemberaubende Lichtung kurz unter der Spitze des Mount Salak Phet.

Von hier aus hast du einen Blick rundum Koh Chang:

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Auf der einen Seite sieht man das Ende der Ostküste mit dem Dorf von Salak Peth, auf der anderen Seite das Fischerdorf Bang Bao auf der westlichen Seite der Insel.

Für mich war dieser Blick über die Insel ein ganz besonderer. Ich war absolut überwältigt.

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Nach einer kurzen Verschnaufpause geht die Trekkingtour auch schon wieder weiter zur Spitze des Berges. Nach einer nochmals sehr steilen Passage ist man endlich oben angekommen.

Von ganz oben aus, hat man leider keinen Ausblick mehr über die Insel, da der Dschungel zu dicht verwachsen ist. Dort macht man dann auch seine wohlverdiente Mittagspause mit den mitgebrachten thailändischen Essen.

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Der Abstieg

Wer auf einen Berg rauf gewandert bzw geklettert ist, muss natürlich auch wieder herrunter gehen. Meiner Meinung nach war der Abstieg um einiges anstrengender wie der Aufstieg, nicht nur dass die Füße bereits ein wenig Müdigkeit zeigten, auch der Boden war im Februar sehr trocken und daher auch sehr locker.

Man musste sich wirklich konzentrieren und die Schritte bewusst setzen. Manchmal fühlte ich mich wie ein kleiner Mogli, denn die Lianen zwischen den Bäumen gaben mir oftmals halt.

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Außerdem hatten wir währen unseres Abstiegs eine zum Glück harmlose Begegnung mit einer Kobra, ich glaube die Schlange hatte mehr Angst vor uns, doch auch wir hatten eine kurze Schreckminute.

Circa eine Stunde bevor wir wieder zu unserem Ausgangspunkt zurückkamen, machten wir eine erholsame Pause an einem atemberaubenden Plätzchen.

Raht führte uns zu einem Wasserfall, inmitten des Dschungels, man konnte sich dort abkühlen und das kühle Wasser, dass direkt vom Dschungel kam, genießen.

Nach so einem Abstieg tut das einfach nur gut ins kühle Nass zu springen.

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Dieses Dschungeltrekking war auf jeden Fall etwas ganz Besonderes. Der Dschungel so wie er gewachsen ist, einfach wunderschön.

Man sieht nicht nur außergewöhnliche Pflanzen sondern auch Insekten und Tiere, die man so in der Natur noch nicht gesehen hat. Wer also auch die Schönheit Koh Chang´s auch von oben sehen und erleben will, sollte auf jeden Fall diese Trekkingtour in Angriff nehmen.

Ein besonderes Erlebnis mit einem tollen, erfahrenen Tourguide.

Hier haben wir nochmals die wichtigsten Tipps für dein Dschungeltrekking zusammengefasst.

Tipps:

  • Trage festes Schuhwerk
  • Nimm genügend Wasser mit
  • Vergiss das Essen nicht
  • Sonnencreme braucht man auch im Dschungel
  • Trage am besten eine lange Hose, so schützt du dich vor Moskitos und Schürfwunden
  • Badesachen nicht vergessen

 

Du bist nun neugierig geworden und möchest bei deinem  nächsten Besuch auf Koh Chang auch den Salak Phet Mountain besteigen, nähere Infos zur Buchung und zu den Preisen der Trekking-Tour gibt es hier.

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Studentin, 22 Jahre alt, Vegetarierin, ich habe insgesamt 8 Monate in Costa Rica gelebt und jetzt Asien kennen und lieben gelernt.

Kommentare

  1. Was kostet der Bergführer? Tel. Nr?email?

  2. Oliver Casper sagt: September 11, 2019 at 11:48 pm

    Absolut treffender Bericht! War im Februar da, und werde im Dezember ein weiteres Mal vorbeischaun.

  3. Vaderno Franco sagt: Juni 1, 2021 at 4:30 pm

    Der Berichterstatter ist sehr um das Wohl und die Sicherheit der Wiederholer unter den Lesern besorgt. Wer als Wanderer in Bergen vertraut ist und sein Hirn in Sachen Dschungel einschaltet, kann das Abenteuer auch alleine beginnen. Aber der Autor hat recht, wer ‘wild adventure’ nicht gewohnt ist, geht eben mit einer geführten Gruppe.

    So ganz kann ich das Urteil über den Nachteil der trockenen Saison nicht nachvollziehen. Wer außerhalb dieser Zeit kommt, findet die Lianen am Boden noch viel rutschiger vor. Wer zur Regenzeit kommt, sollte sich auf die Blutegel im Dschungel vorbereiten. Mir war das von kurzen Ausflügen in die Wildnis des Waldes von Koh Chang bewusst. Und ich kannte die Möglichkeit, wie man die Biester am besten abwehrt.

    Das Beste ist, barfuß oder nur mit Flip Flops zu gehen. Man muss solches Gehen allerdings gewohnt sein. Dann hat man ein Stöckchen mit einem kleinen feuchten Lappen mit Salzkristallen in der Hand. Damit berührt man die Viecher und sie lassen sich sofort (!) fallen. Durch die Feuchtigkeit der Vegetation bleibt der Lappen immer feucht und salzig.

    Wer beim Auftreten der Widerlinge mit Schuhen geht, muss beinahe mit Sicherheit damit rechnen, dass welche in die Schuhe eindringen und sich festsaugen. Man spürt ja wegen eines betäubenden Sekrets nichts davon. Irgendwann wird der Eindringling zerdrückt und am Ende hat man die Schuhe voll mit Blut wie ein ungeschickter Schlachter! Gamaschen für das Hochgebirge können weitestgehend helfen, wenn man alle (!) Öffnungen mit so etwa wie AUTHAN oder etwa einem thailändischen Produkt (Pharmacy) einschmiert. Löcher der Schnürsenkel, der obere und untere Rand der Gamaschen – alles ist zu berücksichtigen. Die noch nicht vollgesaugten Biester sind klein wie ein Komma, saugen sich dann auf Bleistiftdicke voll. Allerdings kann man nach Aussagen von Ärzten davon ausgehen, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit keine Krankheiten übertragen.

    Ich kannte die richtige Reaktion von tiefer gelegenen Wäldern Nepals, wo mir Einheimische das richtige Verhalten beibrachten. Interessant und sogar belustigend ist die Reaktion der meisten Touristen in solchen Gebieten. Allerdings sollte man dabei immer eine absolut ernste und sogar besorgte Miene aufsetzen.

    Die Wegfindung am Salak Phet mau (Berg) ist für einen Gebietsfremden zu bewältigen. Es scheint mehrere Möglichkeiten zu geben. Im Bereich der erwähnten ersten Felsstufe waren wir wahrscheinlich viel weiter links im Sinne des Aufstiegs in einem Tal. Dort gab es sogar fließendes Wasser. Auch haben wir uns einige Punkte im Verlauf unseres Weges notiert, wir wollten ja wieder zurück finden. Heute macht man mit der Digitalkamera ein Bild und erkennt so Wegpunkte leicht wieder.

    Auch mit den Wolken und dem Wetterbericht sollte man sich etwas auskennen. Denn ein Gewitter auf dem Höhen von Koh Chang ist eine furchterregende Sache. Von der Küste habe ich dies an mehreren Tagen gesehen, als man unten am Strand in der Sonne flanieren konnte. An dem erwähnten vegetationsfreien Rücken ist die Aussicht auf die Landschaft und die tropischen Wolken spektakulär.

    Das letzte Stück unseres Rückwegs haben wir mit Stirnlampen gefunden. Man sieht, dass die Wegsuche doch einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Allerdings ist ein solcher Ausflug ohne Beschreibungen und genaue Karten ein viel größeres Erlebnis als es eine Führung je bieten kann.

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